Bericht über das Rosenfest 2017 in Buschhoven

Swisttal-Buschhoven –

(ad) „Alle Menschen sind geheimnisvolle Rosen Gottes und speziell für die Gottesmutter ist die Rose zu einem Symbol geworden“, betonte der Generalober der Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael, Pater Dariusz Wilk aus Warschau, in seiner Festpredigt. Buschhoven, einer der ältesten Marienwallfahrtsorte Deutschlands, feierte am Sonntag das 827. Maria-Rosenfest. Und die Gläubigen nahmen die hochsommerlichen Temperaturen gerne in Kauf, um der Festmesse vor der Kirche beizuwohnen.

Wilk appellierte an die rund 400 Gläubigen, die Rose auch als Symbol für das Paradies anzusehen, als Verheißung Gottes. Nach der Festmesse zogen die Gläubigen mit der Kopie des Gnadenbildes, einer Holzskulputur, begleitet von den Ortsvereinen, den Musikapellen sowie zahlreichen auswärtigen Pilgern durch die blumen- und fahnengeschmückten Straßen des Ortes, durch viele Triumphbögen, die zur Ehre der Gottesmuter erstellt waren.

Die romanische Holzstatue, die heute in Buschhoven verehrt wird und die ihren festen Standort in der Pfarrkirche erhalten hat, stand über 600 Jahre im Kloster Schillingscapellen, etwa drei Kilometer nordwestlich des jetzigen Wallfahrtsortes bei Dünstekoven. Wie bei vielen „wundertätigen“ Bildern des Mittelalters ist auch der Ursprung dieser Statue von einer Legende umrankt. Sie erzählt: „Als im Jahr 1190 der Ritter Wilhelm Schilling, Herr zu Bornheim, zur Jagd ritt, wurde er durch das Bellen seiner Hunde auf einen blühenden Rosenstrauch aufmerksam. Darin fand er ein Bild der Mutter Gottes, stehend zwischen zwei brennenden Kerzen und daneben ein zierliches Glöcklein. Er erblickte darin eine Anordnung Gottes und nahm das Bild mit nach Bornheim, wo er es auf dem Altar seiner Burgkapelle aufstellte. Am anderen Morgen war es verschwunden. Er begab sich wieder an den Platz, an dem er es fortgenommen hatte, und fand es dort wieder. Der Ritter sah darin ein Zeichen des Himmels und ließ an der Stelle ein Kloster und eine Kapelle bauen, worin das Bild zur allgemeinen Verehrung aufgestellt wurde“.

Unter Napoleon wurde das Kloster aufgelöst; nach einem jahrelangen Rechtsstreit kam die Marienfigur, die – weil sie nach der Legende in einem Rosenstrauch gefunden wurde – den Namen „Rosa mystica – geheimnisvolle Rose“ erhielt, 1806 zu ihrem endgültigen Standort in der neu gebauten Wallfahrtskirche nach Buschhoven.

Am kommenden Sonntag geht das Maria-Rosenfest um 11 Uhr mit der Heiligen Messe und um 15 Uhr mit der Marienandacht und Predigt zu Ende.

– Quelle: http://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/27823596 ©2017

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